Südwest-Tour mit Nico

Wenn ich im Südwesten der USA unterwegs bin, dann üblicherweise alleine, weil ich in der Regel einfach ein paar freie Tage an eine Geschäftsreise anhänge. Zweimal waren wir auch auf Familienurlaub dort, aber das ist nun schon eine Weile her – damals war unser Sohn Nico 5 bzw. 11. Jetzt ist er gerade 18 geworden, hat das letzte Schuljahr vor sich, und weil gemeinsame Unternehmungen dann immer schwieriger werden, reifte der Entschluss: Vater und Sohn fliegen in den Sommerferien zu zweit für 3 Wochen in den Südwesten. Die Frau beziehungsweise Mutter hütet Haus, Hund und Katze. Sie ist darüber nicht einmal böse, sondern unterstützt die Planung, weil sie findet, dass die Männer auch mal was unter sich machen müssen. Zudem fliegt sie ohnehin nicht gerne Langstrecke, und das, was wir vorhaben, ist auch nicht unbedingt ihres – nämlich früh aufstehen und viel wandern.

Das Problem: Nicos Sache ist das auch nicht. Und so werden wir sicher Kompromisse schließen müssen. Wir haben einige Orte auf dem Plan, die ich gerne zum Sonnenaufgang sehen möchte, aber wir werden sicher auch immer mal wieder ausschlafen können. Und wir werden sicher einige längere Wanderungen machen, aber auch immer wieder Tage mit kürzeren Wegen einbauen.

Die gängigen Nationalparks am Grand Circle habe ich alle schon mehrfach besucht, und auch Nico hat schon einige davon gesehen, allerdings nicht sehr intensiv. Wir haben uns daher für eine Route entschieden, auf der wir in den ersten beiden Wochen Neuland betreten und ich ihm in der dritten Woche noch einige Dinge zeigen kann, die mir besonders gut gefallen und hoffentlich auch sein Interesse finden werden.

Die Flüge sind mit British Airways gebucht – hin geht es von München über Heathrow und Chicago nach Salt Lake City, zurück von Las Vegas via Heathrow nach München. Die Flüge waren günstig, aber für zwei halbwegs ordentliche Plätze darf ich noch einmal 35 Euro pro Person und Flug berappen. Dafür bekommen wir auf der Langstrecke dann einen Zweier mit einem Fenster- und einem Gangplatz ganz hinten im Flieger; weiter vorne ist dort Dreierbestuhlung. Aber egal, der Preis ist immer noch günstig für die Hochsaison, und woanders hätten wir deutlich mehr bezahlt.

Die geplante Route:

  • Salt Lake City
  • Flaming Gorge NRA
  • Dinosaur NM
  • Grand Junction/Colorado NM
  • Black Canyon of the Gunnison NP
  • Great Sand Dunes NP
  • Santa Fe
  • Farmington (Chaco, Bisti Badlands)
  • Durango (mit Durango Silverton Railroad)
  • Mesa Verde NP
  • Cedar Mesa
  • Canyonlands NP – Needles District
  • Arches
  • Canyonlands – Island in the Sky
  • Capitol Reef NP
  • Escalante
  • Las Vegas

Im ersten Teil der Route haben wir an den einzelnen Übernachtungsorten jeweils nur eine Übernachtung eingeplant (außer in Vernal), später dann meist zwei, damit es nicht zu hektisch wird. Motels sind alle vorgebucht, denn wir wollen das Tageslicht ausnutzen und nicht irgendwann nachmittags anfangen, uns ein Motel zu suchen – was im August mancherorts sowieso nicht sonderlich viel Erfolg verspräche.